Medizinische Trainingstherapie (MTT)
Trainingslehre, Pathologie und Anwendung in der Praxis – mit getrennten Kursvarianten für Physiotherapeuten und für Trainer.
Was Sie lernen
Diese Ausbildung vertieft das Wissen des Trainers und Therapeuten im Bereich Trainingslehre, Pathologie und Anwendung in der Praxis.
Die ersten zwei Tage legen das Basiswissen, das Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten aus ihrer Ausbildung mitbringen – sie steigen deshalb erst am dritten Tag ein. Für alle anderen beginnt der Kurs bei den Muskeln und ihrer Funktion, etwa der autochthonen Rückenmuskulatur, geht über die Grundlagen von Anatomie und Physiologie des Nervensystems zu den Muskelfasertypen, der Bewegungssteuerung und den Arbeitsformen des Muskels: auxotonisch, konzentrisch, exzentrisch und isometrisch. Wer das verstanden hat, versteht, warum ein Training so und nicht anders aufgebaut wird.
Im Vordergrund steht der Patient mit seinem Krankheitsbild; entsprechend werden verschiedenste Krankheitsbilder aus Orthopädie und Rheumatologie unterrichtet. Das theoretische Wissen wird anschliessend mit dem praktischen Teil verknüpft.
Der praktische Teil findet teils in einem Fitnessstudio, teils in unseren Gymnastikräumen statt. Dabei wird die funktionelle Anatomie aufgefrischt und vertieft.
Am Rumpf arbeiten wir mit zwei Messsystemen: der tergumed-700-Rückenstrasse im Sitzen und dem Back-Check von Dr. Wolff im Stehen. Sie lernen, die isometrische Kraft in Beugung, Streckung, Seitneigung und Rotation zu messen, die Werte im Verhältnis zueinander zu lesen und daraus ein Training aufzubauen – über den vollen Bewegungsumfang oder bewusst über eine eingegrenzte Amplitude, je nachdem, was das Krankheitsbild zulässt.
- Tag 1 und 2 (ohne Physiotherapeuten): Muskeln und ihre Funktion – autochthone Rückenmuskulatur; Anatomie und Physiologie des Nervensystems; Muskelfasertypen; Bewegungssteuerung; auxotonische, konzentrische, exzentrische und isometrische Arbeit
- Trainingslehre und Trainingswissenschaften
- Muskelfunktionsprüfung und Bewegungsanalyse
- Erstellen von Trainingsprogrammen bei verschiedenen Krankheitsbildern
- Postoperative Situationen
- Isometrische Messung und Auswertung an tergumed 700 und Back-Check von Dr. Wolff
- Amplitudensteuerung bei Krankheitsbildern am Rumpf
- Training der tiefen Rückenmuskulatur am intensic effect
- Funktionelle Anatomie
Für wen
- Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten
- Medizinische Masseure mit eidg. Fachausweis
- Berufsmasseure
- Fitness- und Bewegungstrainer
- Spezialisten für Bewegungs- und Gesundheitsförderung mit eidg. Fachausweis
Woran Sie arbeiten
Wer ein Training steuern will, braucht einen Ausgangswert. Am Back-Check von Dr. Wolff wird im Stehen gemessen, an der tergumed-700-Rückenstrasse im Sitzen. An allen tergumed-Geräten lässt sich die Kraft isometrisch messen und anschliessend über eine Biofeedback-Kurve trainieren. Gemessen wird nicht einmal, sondern im Verlauf: Erst der zweite Wert zeigt, ob das Training gewirkt hat. Für die tiefe Rückenmuskulatur kommt das intensic effect dazu.
Die Geräte stehen im Rückentherapie-Center, der Physiotherapiepraxis von Helmut Bauer – dreissig Meter vom Seminarraum entfernt. Sie üben also nicht an einer Vorführung, sondern an Geräten, die täglich mit Patienten im Einsatz sind.










Und woran Sie trainieren
Auf die Messung folgt das Training. Im Rückentherapie-Center stehen dafür geführte Geräte, Seilzüge und ein Freihantelbereich – vom ersten dosierten Reiz nach einer Operation bis zur freien Übung am Ende der Progression. Sie lernen nicht ein Gerät, sondern die Entscheidung: Welcher Widerstand, welcher Bewegungsumfang, welche Reihenfolge.












Gut zu wissen
- Für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten: Die vier Kurstage entsprechen 32 Lernstunden – mehr als die 20 Stunden Fortbildung, die pro Jahr mindestens nachzuweisen sind.
- Termine werden derzeit geplant – bitte melden Sie sich bei uns.
